• Übergewicht – Ursachen einer Definition

    Seit langer Zeit versuche ich, herauszufinden, wer ganz genau die Definition von „Übergewicht“ oder Body Maß Indexen festlegt oder überhaupt erst einmal festgelegt hat. Für mich ist dieser Mensch oder auch diese Institution eine der Ursachen für Übergewicht. Ich persönlich finde es ziemlich gruselig, Menschen nach Kilogramm pro Quadratmeter Körper zu „bewerten“. Spannend ist für mich auch, wie schnell und wie stark diese Definitionen (in Form von Zahlen) sich als Abwertung einer Person in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben. Die Festlegung von Normen, um Menschen in ein Raster zu sortieren, ist für mich so absurd, dass ich beschlossen habe, mich davon zu distanzieren.

    Besonders Frauen und Mädchen machen allerdings sehr oft ihr Wohlbefinden und ihren Selbstwert davon abhängig, wie viel sie wiegen, welche Konfektionsgröße passt, wie viele Kalorien heute schon gespart wurden oder wie viele Fettpunkte abends noch übrig sind.

    Übergewicht – Irgendwann wehrt sich der Körper

     

    Kalorienarme Nahrung (ich nenne es Mangelernährung) ist in der weiblichen Welt mittlerweile zur Normalität geworden und wen wundert’s, dass ein überlebenswilliger, runder, schöner Frauenkörper zum Gegenangriff übergeht. Spätestens nach dem dritten, vierten oder fünften Mal ist Schluss mit den purzelnden Pfunden, der Körper gibt nichts mehr her oder legt sogar immer mehr zu und das trotz (wegen) immer schmaler werdender Kost.

    Ein Paradox, an welchem die meisten Frauen verzweifeln und sich wegen der mangelnden Erfolge innerlich noch mehr abwerten. Die Krux an der Geschichte ist, dass die meisten Frauen und Mädchen diesem Effekt mit immer der gleichen Strategie begegnen, nämlich noch weniger essen, noch mehr Sport treiben, noch mehr zählen, noch verbissener kämpfen und damit das unerwünschte Ergebnis, nämlich die weitere stetige Gewichtszunahme, direkt heraufbeschwören.

    Dieses Phänomen ist im Buch ”Anleitung zum Unglücklichsein” von Paul Watzlawick  im Kapitel  - Der verlorene Schlüssel, oder “mehr desselben” -  sehr schön beschrieben.